Ignis und Survival

Interessant für Diejenigen, die weg von befestigten Straßen und abseits von zivilisatorischen Bequemlichkeiten (über-) leben wollen oder müssen.

Ideen, wie man den Ignis dafür herrichten oder nutzen kann. Anfangen möchte ich ganz unten am Auto - mit den Reifen.

Ich meine, ein im Gelände richtig greifender Reifen ist wichtiger als Allradantrieb - beim Ignis wäre das "Allgrip" - also ein sich automatisch zuschaltender Antrieb der Hinterachse - der nur aktiv ist, wenn die Vorderachse ein bestimmtes Maß an Grip verliert.

Mein Ignis hat nur Vorderradantrieb - da ich meine, dass das Allgrip-System vom Ignis mehr Nachteile als Vorteile mit sich bringt, die da wären: höheres Gewicht, was die meiste Zeit ungenutzt mitgeschlept wird, kleinerer Tank, weniger Ladevolumen, der Plaz für das Notrad fehlt und hin- und wieder hört man von Lenkproblemen, welche durch die hintere Antriebsachse verursacht werden.

Da das ESP-System vom Ignis mit ASR (Antischlupfregelung) ausgerüstet ist, kommt man mit dem Frontantrieb des Ignis fast so weit wie Allrad-Fahrzeuge. Es ist eben nur wichtig, dass die eine Achse dann auch richtig guten Grip hat - und das erreicht man nicht mit Straßenreifen.

Der Reifen für den harten Einsatz, passend für den Ignis MF:

Fedima F/OR 4x4 M+S Offroad, 175/65R15 - C 84R mit Alpine Symbol, E Kennung
(Straßenzulassung), M+S und 3PMSF (Schneeflocke) und Winterzulassung.
Durchmesser 625mm, Abrollumfang 1963mm, Laufflächenbreite 155mm, Profiltiefe 10mm.
F/OR (20% Straße 80% Off-Road)
Preis ca. 70 €
 
Eine weitere Alternative wäre der folgende Reifen.
Fedima WM+S 4x4, 175/65R15 84 T mit Alpine Symbol und E Kennung, M+S und 3PMSF (Schneeflocke) - Mit Winterzulassung.
Durchmesser 626,5mm, Abrollumfang 1968mm, Laufflächenbreite 145mm, Profiltiefe 11,5mm.
Preis ca. 60 €.
 
Da beide Reifen eine Straßenzulassung als Winterreifen haben, könnte man überlegen, ob man sich als Winterrädersatz solche Off-Road-Reifen zulegt und diese normal als Winterreifen nutzt. So ist man für den Fall der Fälle gerüstet und hat das passende Schuhwerk für den Ignis, wenn es dahin gehen soll, wo normale Reifen aufgeben. An unvorteilhafte Laufeigenschaften auf der Straße und einen erhöhten Kraftstoffverbrauch sollte man denken.
 
Wer wirklich mit dem Ignis in den Survival-Einsatz gehen will, der sollte sich aber 5 Räder mit entsprechenden Reifen besorgen - auf Stahlfelgen, die sind an preiswertesten und man kann sie einfach farblich gestalten, z.B. in Wagenfarbe lackieren. Passende Stahlfelgen für den Ignis gibt es ab 40 €. Also 500 oder 550€ investieren und man hat einen Off-Road-Fähigen Rädersatz. Das 5. (Reserve-)Rad würde ich im Gepäckkorb auf dem Dach festschnallen.
 
Dann kommen wir auch gleich zu den Dachaufbauten für den Survival-Einsatz.
Ich würde einen kleinen passenden Dachkorb mit entsprechend angefertigten Haltern, wenn möglich, direkt auf die Reling schrauben. Damit spart man die Dachgepäckträger und verringert die Aufbauhöhe um mind. 5 cm.
An den Dachkorb würde ich einen zusätzlichen, und neuerdings mit E-Zulassung erhältlichen LED-Lichtbalkenscheinwerfer anbringen. Den Dachkorb würde ich so verkleinern, dass hauptsächlich das Ersatzrad reinpasst und ev. noch Platz für den Packsack vom Tarnnetz ist.
 
Hier ein Dachkorb aus Stahlrohr:
Stabil, geschweißt, wird geteilt geliefert, man kann also an der Trennstelle die Länge nach Wunsch kürzen.
Maße wie geliefert:
Länge: 120cm
Breite: 98cm
Höhe: 17cm
Preis ca. 90€
 
Hersteller/Lieferant:
FDS GmbH
Wei Wu
Neuer Höltigbaum 36
22143 Hamburg
Telefon: 04066999408
Halterungen für normale Dachgepäckquerträger sind dabei. Ich würde versuchen, diesen Dachkorb direkt auf die Reling zu schrauben, dafür müsste man sich eine entsprechde Halterungsmöglichkeit selber anfertigen.
 
Ich habe mal die Maße von der Dachreling am Ignis ausgemessen.
Vorne von Innenkante Reling zu Innenkante Reling: 95cm.
Hinten von Innenkante Reling zu Innenkante Reling: 80cm.
Das Dach vom Ignis läuft nacht hinten zusammen und ist ca. 15cm schmaler als vorne.
Der nutzbare, offene Teil der Dachreling ist 100cm.
Vorne würde dieser Korb in etwa so breit sein, wie die Reling von Außenkante zu Außenkante, aber hinten würde der Korb dann auf jeder Seit ca. 7cm überstehen.
Optisch ist das dann schon grenzwertig und ich neige dazu diesen Dachkorb nicht zu nehmen.
 
Alternativ, falls das nicht funktioniert, mit dem Dachkorb und dem direkten aufschrauben, würde ich die Dachgepäckträger von "MODULA" nehmen und ein Trägersystem für Ersatzrad und Scheinwerfer selber konstruieren und bauen.
Die MODULA-Träger bauen nicht so gewaltig auf, wie manch andere Systeme, sehen elegant aus und kosten ca. 90€.
 
Durch einen Dachkorb bzw. Trägersystem bietet es sich an, zusätzliche (Fern-) Scheinwerfer daran zu befestigen. Wer schon mal im Dunkeln Off-Road unterwegs war weiß, wie schnell die Hauptscheinwerfer verdreckt sind. Daher sollte man bei dieser Verwendung die Zusatzscheinwerfer so hoch wie möglich anbringen.
Folgende Modelle bieten sich an:

 

 

 

 

 

Die Scheinwerfer haben:

 

Hersteller/Lieferant:
Klaus-Peter Hansen Styling Parts e.K.
Klaus-Peter Hansen
Dorfstrasse 9
24247 Mielkendorf
Telefon: 00494347706970
Fax: 0049-4347-3201
 

Beim elektrischen Anschluss daran denken, dass der/die Zusatzscheinwerfer sich nur einschalten lassen dürfen, wenn das Fernlicht eingeschaltet ist. Auf Grund der Hohen Leistung sollten beim Ignis nur Scheinwerfer mit einer Last von insgesamt 180 Watt verbaut werden, also was man mit 15 A absichern kann. Mehr kann der kleinen Batterie nicht zugemutet werden. Die Leitung direkt von der Batterie neu ziehen. Auf keinen Fall den Strom irgendwo in der E-Anlage abgreifen! Bei Ignis-Ausführungen mit Halogenhauptscheinwerfern ist das relativ einfach, in die Versorgungsleitung zum Zusatzscheinwerfer gleich hinter der Batterie eine Sicherung 15A, danach ein Lastrelais, welches die Steuerspannung von einer Zuleitung für das Fernlicht abgreift. Im Armaturenbrett ein Schalter mit blauer Kontrollleuchte, welcher die Steuerspannung für das Relais schaltet - dann einen geeigneten Durchgang zum Dach finden. Ich würde das Kabel im Fußbereich der Reling herausführen, da ist so eine schwarze Kunststoffabdeckung im Innenbereich der Reling, das ist wie so ein kleiner Kasten, darunter kann das Kabel durch das Blech geführt werden, im Blechdach und am Kasten eine wasserdichte Kabeldurchführung einsetzen und da das Kabel herausführen.

Beim Ignis mit LED-Hauptscheinwerfer ist das etwas anders - da muss ich noch herausfinden, wo man die Steuerspannung für das Lastrelais abgreifen kann.

Arbeitsplan:

  • Dachträgersystem auswählen und montieren
  • Dachkorb bzw. Ersatzradträger konstruieren und auf Trägersystem montieren
  • geeignete(n) Zusatzscheinwerfer auswählen, montieren und elektrisch anschließen
  • geeignete Geländereifen auswählen
  • Seilwinde im Motorraum integrieren und erforderlichen Trägerrahmen konstruieren
  • ... wird ständig erweitert
 
Weiter gehts im Forum. Grundsätzlich habe ich mich dazu entschlossen, hier öffentlich keine Fotos von mir oder meinen Bauprojekten zu zeigen, diese werden nur  angemeldeten Usern im Forum zugänglich sein. Ich werde hier auf dieser HP nur hin und wieder einen Texthinweis über den Fortschritt geben.